Aktuelle Lehrveranstaltungen

Im Rahmen des Begleitfaches "Feste Erde" der Bacherlor-Studiengänge Geographie werden turnusmäßig folgende Lehrveranstaltungen angeboten:

Stratigraphie und Erdgeschichte

Uli Schüßler

Immer im Wintersemester

Wesentliche Frage in den Geowissenschaften sind die nach den einzelnen Stadien der geodynamischen, plattentektonischen Entwicklung unserer Erde, nach verschiedenen einschneidenden Ereignissen in der Erdgeschichte und deren Reihenfolge, nach dem absoluten Alter von Ereignissen und den Gesteinen, die dabei gebildet wurden, und nicht zuletzt die Frage nach der Entwicklung des Lebens. Die Lehrveranstaltung gibt einen Überblick über die Ableitung von Altersbeziehungen aus stratigraphischen Lagerungsverhältnissen, über Methoden der Biostratigraphie und über die Funktionsweise der radiometrischen, absoluten Altersdatierung. Anhand einer Gegenüberstellung der erdgeschichtlichen Entwicklung im Germanischen Becken und im Bereich der heutigen Alpen werden zwei unterschiedliche Ablagerungsräume exemplarisch betrachtet. Abschließend wird eine Übersicht über wesentliche Ereignisse der Erdgeschichte gegeben.

  • Einführung
  • Entwicklung des Lebens - wichtige Gruppen von Fossilien
  • Radiometrische Altersdatierung
  • Sedimentäre Entwicklung im Germanischen Becken und im Alpenraum
  • Entwicklung der Erde
  • Klausurvorbereitung

Analyse von Geomaterialien

Nikola Koglin, Uli Schüßler

Immer im Wintersemester

In den Geowissenschaften gibt es heute eine Vielzahl unterschiedlicher Analysemethoden, um Geomaterialien, i.e. Gesteine, Minerale, Böden, Lockersedimente aus verschiedenen Milieus zu untersuchen. Im Rahmen des Kurses wird dabei vor allem auf ganz gängige Methoden eingegangen, die auch weitestgehend im eigenen Institut eingesetzt werden. Die Röntgenspektralanalytik ist dabei die Grundlage einiger wesentlicher Analysemethoden zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung von Proben hinsichtlich der Hauptelemente und Nebenelemente. Exemplarisch werden dabei die Röntgenfluoreszenz-Analytik zur Bestimmung der chemischen Durchschnittszusammensetzung einer Probe und die Elektronenstrahl-Mikrosonden-Analytik zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung im Kleinstbereich von Proben kennengelernt. Ein weiterer Teil des Kurses befasst sich mit der Röntgen-Pulverdiffraktometrie als Methode, mit der man die Kristallstruktur von kristallinen Materialien identifizieren und damit den Mineralinhalt sehr feinkörniger Proben bestimmen kann. Nach einer theoretischen Einführung zu den Methoden folgt jeweils eine praktische Demonstration in den entsprechenden Labors. Abschließend wir die in den modernen Geowissenschaften zunehmend wichtige Methode der Massenspektrometrie wenigstens theoretisch vorgestellt.

  • Röntgenspektralanalytik (Grundlagen, Röntgenfluoreszenz-Analytik, Elektronenstrahl-Mikrosonde)
  • Röntgen-Pulverdiffraktometrie 1
  • Röntgen-Pulverdiffraktometrie 2
  • Massenspektrometrie

Gesteinsmikroskopie

Uli Schüßler

Immer im Sommersemester, je nach Nachfrage eine oder zwei Gruppen

Die Mikroskopie von Gesteinen und ganz allgemein von Geomaterialien oder technischen Materialien mit Hilfe des Polarisationsmikroskops ist ein ganz wesentliches Handwerkszeug für Geowissenschaftler und Materialkundler und steht in aller Regel am Anfang der analytischen Untersuchung von Materialien. Bei den Präparaten zur Mikroskopie handelt es sich in aller Regel um sogenannte Dünnschliffe. Dabei werden die Gesteine auf eine Dicke von ca. 25 Mikrometer dünngeschliffen. 'Bei dieser Dicke werden die meisten Minerale durchsichtig oder durchscheinend, und man kann die einzelnen Minerale aufgrund ihrer verschiedenen optisch-physikalischen Eigenschaften voneinander unterscheiden und somit den Mineralgehalt eines Gesteins, einer Bodenprobe, eines Sediments, einer Keramik etc. bestimmen. In der Veranstaltungen werden theoretische Grundlagen zur Polarisationsmikroskopie vermittelt. In einem praktischen Teil, der mindestens die Hälfte des Kurses ausmacht, werden aber auch Dünnschliffe von verschiedenen Gesteinen mikroskopiert, um die optischen Eigenschaften der enthaltenen Minerale zu beobachten und kennen zu lernen. 

  • Einführung
  • Theorie der Polarisationsmikroskopie
  • Minerale im Dünnschliff

Geländeübungen

Während des Sommersemesters und zu Beginn des Wintersemesters werden verschiedene zwei- bis viertägige Geländeübungen angeboten:

Geologie von Deutschland I: Stratigraphie des Germanischen Beckens
Geologie von Deutschland II: Geologie des Saxothuringikums
Geologie von Deutschland III: Tertiärer Vulkanismus in der Rhön

>> zu den Details der Geländeübungen

Ehemalige Lehrveranstaltungen

Im Rahmen der ehemals in Würzburg existierenden Diplom-Studiengänge Mineralogie und Geologie wurden die folgenden Lehrveranstaltungen durchgeführt. Material zu den Veranstaltungen (ppt-Dateien) wird auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt:

Einführung in die Mikrosonden-Analytik

Übungen zur Einführung in die Mikrosonden-Analytik

Einführung in die Archäometrie

Einführung in die radiometrische Altersdatierung

Ergänzende Exkursion zum Zentrallabor für Geochronologie des Mineralogischen Instituts Münster

Kartierkurs für Fortgeschrittene in den Randserien des Münchberger Gneiskomplexes

Geländeübungen im ostbayerischen Kristallin